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Algershofen
hat als größte Merkwürdigkeit - neben einer im Übrigen sehr sehenswerten
kleinen Kapelle St. Mauritius - die "Warmen Quellen" die am westlichen
Ortsrand aus dem Untergrund entspringen. Das Quellwasser das konstant 16 Grad
warm ist, wird weit unten
von der Erdwärme aufgeheizt. Über feine Spalten gelangt es nach oben und wird in einem
natürlichen Becken aufgefangen, das auch im Winter nicht zufriert. Auch wenn es
möglich ist, das warme Wasser zu einem Frühlingsbad zu nutzen, gehört im
Winter doch eine gewisse Portion Überwindungskraft dazu, in das Nass zu
tauchen.
1892 baute Rosenwirt Josef Mayer ein Badehäuschen und
pries die "Warme Quelle" für den Badebetrieb als Heilbad an. Ein Bericht in den
Blättern des Schwäbischen Albvereins spricht von einem seiner Räder beraubten
Komödiantenwagen. Noch vor dem 1. Weltkrieg
bemühte man sich, die Temperatur der Quelle durch Tiefbohrungen noch zu steigern.
Diese
Versuche schlugen jedoch fehl und wurden nicht wieder aufgenommen. Die
"Warme Quelle" blieb
jedoch ein beliebter Badepunkt für die Munderkinger, auch wenn ein offizieller
Badebetrieb heute nicht mehr stattfindet. Das Wasser des Weiher genießt bei manchen Leuten hohes
Ansehen.
Das Wasser helfe gegen Schrunden und Hautkrankheiten und auch sonstige
Leiden, weiß ein Algershofer.
Dieses Badehaus und seine
zwei Nachfolgemodelle gibt es heute nicht mehr. Seit 2002 steht hier ein neues
Badehäuschen, das zu einem geheimen Bad
einlädt. Es ist ein mit Fensterläden versehenes Holzhaus in dem sich eine
Ruhebank befindet, mit einer Leiter die ins Wasser führt. Der Blick aus dem
Häuschen auf den Weiher ist sehenswert. Die neue Quellfassung die in den Weiher
führt, lädt zum Füße-Baumeln-Lassen ein.
Die
"Warmen
Quellen" werden gepflegt von der AG
Naturschutz Munderkingen e.V., das heißt unter anderem die Pflege der 200 - 300 Jahre
alten Kopfweiden, aber auch die Beseitigung des
Wohlstandsmülls. Bitte halten Sie dieses außergewöhnliche
Naturdenkmal sauber.
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