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Natur erleben – mit dem Rad oder auf „Schusters Rappen“
Munderkingen liegt am Südrand der Schwäbischen Alb, direkt an der Donau, sozusagen am Tor zu Oberschwaben. Durch diese günstige geographische Lage ist Munderkingen ein beliebter Ausgangspunkt für Fuß- und Radwanderungen der Donau entlang, auf die Schwäbische Alb und durch die Oberschwäbische Landschaft geworden. 
Zahlreiche gut ausgebaute Wander- und Radwanderwege führen durch unser Gebiet. Lohnende Ausflugsziele wie das Schloss Mochental, den Bussen (der heilige Berg Oberschwabens), den Federsee, das Kloster Obermarchtal, das Große Lautertal und viele weitere Sehenswürdigkeiten lassen sich von hier aus mit dem Rad oder auf „Schusters Rappen“ bequem erreichen. 
 
Wandervorschläge für Munderkingen und Umgebung


Kartengrundlagen  vom  LVA    ( www.lv–bw.de )

1 Munderkingen — Frauenberg (Wallfahrtskirche) — Algershofen (Warme Quelle) — Munderkingen  (4 km)
2 Munderkingen — Schützenhaus — Luppenhofen — histor. Soldatenfriedhof — Obermarchtal  (Klosteranlage) — Lautermündung — Untermarchtal — Frauenberg — Munderkingen  (13 km)
3 Munderkingen - Schloss Mochental — Munderkingen  (11 km)
4 Parkplatz Laufenmühle — Wolfstal — Laufenmühle  (5 km)
5 Erbstetten — Ruine Wartstein (Aussichtsturm) — Gemsfelsen — Lautertal -— Mariental — Erbstetten  (5 km)

  

Wir bedanken uns beim  Schwäbischen Albverein (Ortsgruppe Munderkingen - Herr Wolfgang Ertle) für die Wandervorschläge.

Weitere Wandervorschläge finden Sie in den Tourismusbroschüren die Sie im Rathaus Munderkingen erhalten.

 
 Mit dem Rad vom Donautal ins Große Lautertal

Eine der schönsten Radtouren die von Munderkingen aus unternommen werden kann ist die Tour ins Grosse Lautertal. Diese Tour führt Sie durch eine der wunderbarsten Landschaften der Schwäbischen Alb. Die Wege sind gut ausgebaut und größtenteils autofrei. Ein Flüsschen, Felsen, Ruinen, kleine ruhige Dörfer und nur wenige Steigungen - das bietet der Weg an der großen Lauter.

Sie starten am Munderkinger Bahnhof und fahren am Gasthof Rose geradeaus in die Marchtaler Straße, nach einem kleinen Bahnüberweg, einer kleinen Kapelle und dem Kreuzweg erreichen Sie die Frauenbergkirche. Weiter geht's nach links auf den Radweg nach Untermarchtal. Der stillgelegte Untermarchtaler Bahnhof ist als Informationszentrum für den Fremdenverkehr ausgebaut. In Untermarchtal fahren Sie ca. 50m vor dem Bahnübergang halbrechts Richtung Rechtenstein, unter dem Donauviadukt durch und weiter bis zur Einmündung des Lautertals.

Jetzt geht's rechts ins Lautertal und weiter nach Lauterach. Durchqueren Sie den Ort und fahren am Wolfstal* vorbei zur Laufenmühle. Nur der Laubwald, die klare Lauter und Natur pur begleiten Sie nun auf fast dem ganzen weiteren Weg. Rechts und links des engen Tales türmen sich Felswände auf, darunter saftig grüne Wiesen. Links oberhalb liegt die Ruine Reichenstein, welche vom Besitz der Reichensteins später in den Besitz des Klosters Zwiefalten überging. Die Burg wurde im Bauernkrieg 1525 zerstört und jetzt sind nur noch Reste eines Wohnhauses mit Kellergewölbe sichtbar. Auf den Weg nach Unterwilzingen geht's vorbei an einem "modernen Aquädukt".
 
Noch vor dem Ort Unterwilzingen fahren Sie rechts auf eine Straße, bald darauf bei einem Feldkreuz links auf einen Weg. Nach einer Brücke scharf rechts in Richtung Wartstein. 
Die Ruine Wartstein, rechts oberhalb des Tales, war wohl eine der kühnsten Felsenburgen ihrer Zeit. Die Burg wurde von den Wartsteinern in einer einsamen Gegend auf fast senkrecht aufsteigendem Fels erbaut und diente den Eigentümern als Ausgangsbasis für ihre Beutezüge. Die Wartsteiner waren Raubritter, was in Chroniken bewiesen wird. Sie kontrollierten das untere Lautertal und die Zufahrtsstraße von der Alb in das Oberland. 

Weiter geht's auf dem gut ausgebauten Talweg an einem Wasserfall vorbei zum Grill- und Spielplatz Anhausen. Von dort aus fahren Sie auf dem selben Weg zurück nach Munderkingen. Auch die Rückfahrt bietet herrliche Ansichten dieser wunderbaren Landschaft.

Die Fahrtstrecke beträgt hin und zurück zusammen ca. 30 Km.

 
*Das Wolfstal zieht sich rechts vom Lautertal abgehend weit in die Albhochfläche hinein. Zur Zeit der Märzenbecherblüte strömen viele Menschen durch das Tal. Die hier wild wachsenden Märzenbecher verzaubern das Wolfstal und geben dieser wild-romantischen Landschaft ein ganz eigenes Flair. Dabei bietet es zu allen Jahreszeiten botanische Kostbarkeiten wie Streifenfarn, Milzkraut, Aronstab, Schuppenwurz und bereits am Ende des Winters den Zinnoberroten Kelchbecherling, der auf Altholz wächst. Aber nicht nur botanische Kostbarkeiten gibt es hier zu entdecken. Das Wolfstal ist vor allem bekannt für seine Höhlen und die Felsformationen.