Munderkingen und Donauschleife
Auf einen Blick
Mitten durch den Raum Munderkingen fließt die noch junge Donau und bildet mit ihren Flussschleifen und Altarmen eine für den Raum Munderkingen prägende Landschaft. Gleichzeitig trennt und verbindet die Donau zwei große landschaftliche Räume: Im Norden die herbe und karge Hochfläche der Schwäbischen Alb, im Süden das weite Hügelland Oberschwabens mit seinem höchsten Berg dem Bussen.
Das enge Nebeneinander von Landwirtschaft und natürlicher Schönheiten ist vor allem für Wanderer und Radfahrer ein Eldorado der Erholung und Entspannung, abseits der großen Tourismusströme. Unsere Gegend hat sich in jüngster Zeit zu einem immer beliebteren Ferien- und Ausflugsziel entwickelt. Eine ganze Reihe themenorientierter Angebote gehen ganz gezielt auf Familien mit Kindern, Kurzurlauber, Radfahrer und Wanderer ein.
Zahlreiche Höhlen und Quellen machen das Umland zu einer außergewöhnlich vielseitigen Wanderregion. Wer sich für Schlösser, Burgen, Kirchen, Klöster, Museen oder technische Kulturdenkmale interessiert wird hier viele außergewöhnliche Beispiele finden. Einige der vielen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Munderkingen finden sie hier auf dieser Seite. Das sind aber längst nicht alle. In den Prospekten, die Sie bei der Stadtverwaltung Munderkingen anfordern können, finden Sie viele weitere Möglichkeiten unsere Gegend zu erleben.
Sehenswertes in und um Munderkingen sowie entlang der Donauschleife

Die Donau umfließt den gut erhaltenen Stadtkern in einer Schleife, und in ihren Wassern spiegelt sich sehr wirkungsvoll die malerische Silhouette der hochgiebligen Häuserfronten.
Historischer Stadtrundweg
25 Sehenswürdigkeiten gibt es im neuen Historischen Stadtrundweg zu entdecken. Neben der Karte von der Innenstadt Munderkingens enthält der Flyer zahlreiche Hinweise zu den einzelnen historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten unserer Stadt.
Weitere Informationen über Munderkingen erhalten Sie aus Prospekten, die Sie bei der Stadtverwaltung anfordern können.
Munderkinger Kirchen
Die Kirchen in Munderkingen sind ein wichtiger Teil der Stadtgeschichte. Mit besonderen Gebäuden und interessanter Kunst laden sie zum Besuchen und Entdecken ein.
Pfarrkirche St. Dionysius
Auf der höchsten Stelle der Stadt, in der Mitte des von der Donau gebildeten Umlaufberges, steht die Pfarrkirche St. Dionysius. Sie weist Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Barock auf.
Der Kirchenpatron St. Dionysius verweist auf die fränkische Frühgeschichte der Stadt, war doch der Hl. Dionysius der Schutzheilige der Franken. Die Kirche wurde schon 1275 erwähnt und war dem Kloster Marchtal inkorporiert. Die heutige Kirche hat eine höchst interessante Baugeschichte. Im heutigen Dachbereich verborgen sind, auf der Südseite der Kirche, Reste eines romanischen Dachtraufs zu erkennen. Der Romanik ist wohl auch der untere Teil des Kirchturms zuzuordnen.
In den Jahren 1500 - 1510 wurde das heutige Kirchenschiff in spätgotischen Formen erbaut, wobei man offenbar, das romanische Kirchenschiff weitgehend einbezog.
Im Barock wurde der Chor der Kirche gänzlich neu errichtet (1699 - 1701), zugleich wurde das Kirchenschiff mit barockem Schmuck versehen. Die barocke Ausstattung der Kirche ist stark vom nahen Kloster Marchtal bestimmt. Von der ursprünglichen Ausstattung haben sich sechs Altäre, die teilweise erneuert und mit älteren Skulpturen und Bildern geschmückt wurden, erhalten.
Charakteristisch ist der Kirchturm, vor allem durch seinen Spätrenaissanceaufsatz: ein Achteck mit Blendnischen und Säulen in drei sich stark verkürzenden Geschossen, über die der Schweifhelm des Spätbarock als Haube gestülpt wurde.
Marienkapelle
Frauenbergkirche
Wandert man von den warmen Quellen Algershofens die nördliche Flanke des Donautals hinauf, erreicht man nach ca. drei Kilometern die Frauenbergkirche auf dem Brunnenberg.
Der Flurname erinnert daran, dass dort eine Quelle entspringt, die zur alemannischen Zeit ein wichtiges Quellheiligtum war.
Weitere Sehenswürdigkeiten
Sehenswertes in der Umgebung - die Oberschwäbische Barockstraße "Himmelreich des Barock"
Beim Barock ist es wie mit einer Frau in den besten Jahren. Der eine findet sie anziehend, geradezu atemberaubend, der andere schüttelt den Kopf. Viele lehnen ihn als kitschig ab. Die gestandenen Oberschwaben und Alemannen aber leben nicht nur mit ihm, er ist ein Teil der Landschaft und ein Teil ihrer selbst. Obwohl Oberschwaben vor der Säkularisation in viele kleine Territorien aufgeteilt war, gab es zwischen der Donau und dem Bodensee einen einheitlichen Kulturraum. Unsere Stadt liegt an der Hauptroute dieser gut ausgeschilderten Strecke.
Entdecken Sie den baulichen Ausdruck eines Lebensgefühls! Erleben Sie mit dem Rad die barocke Vielfalt, wie das Kloster Obermarchtal, das Schloss Mochental oder das Münster in Zwiefalten.
Mit dem Auto erreichen Sie problemlos und bequem die anderen beeindruckenden Gebäude und Sakralbauten, wie z.B. die schönste Dorfkirche der Welt in Steinhausen.
Schloss Mochental
Das Schloss Mochental ist eine ehemalige Propstei des Klosters Zwiefalten. Sehenswert sind der Hubertussaal und die Nikolauskapelle mit Fresken von Ignatz Wegscheider und Franz Joseph Spiegler (18. Jahrhundert). Seit 1985 Galerie für moderne Kunst. Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, originelles Besenmuseum. Führungen nach Voranmeldung.
Kloster Obermarchtal
Das Kloster Obermarchtal ist die einzige architektonisch in sich geschlossene, vollendete und komplett erhaltene barocke Klosteranlage Oberschwabens. Eduard Mörike geriet beim Anblick von Kloster Obermarchtal ins Schwärmen: Ein Ort "inmitten der schönen Landschaft". Die ehemalige Prämonstratenserabtei ist eine der eindrucksvollsten barocken Klosteranlagen und Vorbild vieler oberschwäbischer Kirchen.
In Obermarchtal und der ganzen Region um den Bussen haben die barocken Baumeister und Künstler einige ihrer großartigsten Werke geschaffen.
Das Große Lautertal
Die Große Lauter entspringt als stark schüttende Karstquelle in Gomadingen-Offenhausen im waldreichen Westteil der mittleren Kuppenalb. Von beiden Seiten münden romantische Seitentäler in das Tal der Großen Lauter ein. Am Zusammenfluss von Großer Lauter und Dolderbach liegt Marbach, wo die württembergischen Herzöge vor rund 400 Jahren ein Hofgestüt einrichteten, das heute als baden-württembergisches Haupt- und Landesgestüt bekannt ist.
Über 300 Pferde können in Marbach und seinen Außenhöfen besichtigt werden.
Im weiteren Verlauf des Tales liegt der kleine Ort Gundelfingen höchst reizvoll an einem fast abgeschnittenen Umlaufberg der Lauter. Der Ort ist wahrscheinlich im 8. bzw. 9. Jahrhundert als Burgweiler entstanden.
Hier lohnt sich die Besichtigung der beiden Gundelfinger Burgen. Dann fließt die Lauter an der Burg Derneck vorbei , die sich etwas über dem rechten Talrand versteckt. In einem großartigen Durchbruchstal zwängt sich die Große Lauter südlich von Hayingen-Anhausen durch die südliche Alb, vorbei an den Resten der Schülzburg zur Linken, zum Hohen Gießel, einem Wasserfall der Lauter. Weiter talwärts befindet sich am linken Talrand die Ruine Wartstein. Weiter talabwärts liegt rechts hoch über der Lauter Reichenstein mit den Resten einer im 13. Jahrhundert erbauten Burg.
Im Talgrund fließt die Lauter an der Laufenmühle vorbei. Unterhalb der Laufenmühle mündet von Norden das Wolfstal ins Tal der Lauter ein. Eines der schönsten Seitentäler der Lauter, welches sich vor allem im Frühjahr zur Märzenbecherblüte besonderer Beliebtheit erfreut. Nach einer kleineren Strecke führt die Lauter durch das Dorf Lauterach.
Hier ist der Talboden wieder weiter, doch bald scheinen die Felsen das Tal fast zu erdrücken. Die letzten Meter ist das Tal wieder freigegeben und die Lauter mündet in die Donau und von dort viele Kilometer weiter ins Schwarze Meer.
Eduard-Mörike-Pfad - auf den Spuren des Dichters
Die Route führt über Zwiefalten, Pflummern, Scheer, Mengen, Bad Buchau und dem Bussen über alle Stationen seines Aufenthalts in Oberschwaben. Die reizvolle Landschaft verleitete ihn zu folgendem Gedicht:
Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße, wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
- Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist´s!
Dich hab ich vernommen!
Kalkofenmuseum Untermarchtal
Die noch funktionstüchtige Technik im Kalkofenmuseum zeigt anschaulich den Übergang von jahrtausendealtem Handwerk zur industriellen Produktion. Geöffnet von April bis Ende Oktober an Sonn- und Feiertagen von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Führungen nach Vereinbarung.
Bussen - Oberschwabens "heiliger Berg"
Rund um den Bussen, das heißt Natur pur: saftig-grüne Wiesen und fruchtbare Felder, sanfte Hügel, Wälder, Seen und Bäche. Das bedeutet aber auch Tradition, Brauchtum, barocke und gotische Kirchen und Klöster, Museen, mittelalterliche Dörfer und Städte eben Kunst und Kultur, Gastlichkeit und Lebensfreude. Der Bussen, mit 767 m die höchste Erhebung der Region, ist Wallfahrtsort und Ausflugsziel zugleich.
Markant beherrscht er die Landschaft, weithin sichtbar ist die weiße Bussenkirche.
Der Aufstieg wird belohnt mit einem herrlichen Rundblick über Oberschwaben und mit etwas Glück liegt bei Föhnwetter das Alpenpanorama zum Greifen nah.
Weiteres finden Sie auf der Homepage.
Mühlenstraße Oberschwaben
Die Stadt Munderkingen ist ein bereits um 1300 erwähnter Mühlenstandort. Die bedeutendste und schönste Mühle am großen Donaustrom war damals die Stadtmühle Munderkingen.
Ab ca. 1800 gewann die damalige Mohn`sche Kunstmühle – die heutige Dom-Mühle – an Bedeutung und ist seit ca. 1900 noch die einzige Munderkinger Mühle. Bereits ab 1894 wurde in der Mohn`schen Mühle weit und breit der erste Strom erzeugt – das Wasserrecht wurde jedoch durch die verschiedenen Besitzerwechsel 1919 von der Mühle getrennt – es wird heute von der EnBW genutzt.
Die Dom-Mühle (ab 1927) ist heute eine der beiden noch mahlenden Getreidemühlen am Oberlauf der Baden - Württembergischen Donau. Sie liegt idyllisch gegenüber vom historischen Stadtkern der ehemals vorderösterreichischen Donaustadt direkt am Donau-Radwanderweg.
Bad Buchau am Federsee
Der Kurort am Federsee - das heißt ursprüngliche Natur und frühgeschichtlich bedeutsame Vergangenheit, sprudelnde Thermalquellen und erholsame und heilende Moor-Kuren in einer der schönsten noch intakten Landschaften. Zwei natürliche Heilmittel — Moor und Thermalwasser — werden als heilsam empfunden und als Bäder bei Gelenk- und Wirbelsäulenleiden eingesetzt.
Archäologie kann im Federseemuseum mit Steinzeitdorf "erlebt" werden und die unberührte Natur lädt zum Wandern und Radeln ein.
Kunst, Kultur, Entspannung und Erholung sind hier im Einklang.





