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Munderkingen

Stadtbrücke mit Donauufer

Die Donau umfließt den gut erhaltenen Stadtkern in einer Schleife, und in ihren Wassern spiegelt sich sehr wirkungsvoll die malerische Silhouette der hochgiebligen Häuserfronten.

Logo der Donauschleife
Südansicht Munderkingen

Historischer Stadtrundweg

25 Sehenswürdigkeiten gibt es im neuen Historischen Stadtrundweg zu entdecken.

Neben der Karte von der Innenstadt Munderkingens enthält der Flyer zahlreiche Hinweise zu den einzelnen historischen Bauten und Sehenswürdigkeiten unserer Stadt.

zur Broschüre 'Historischer Stadtrundweg'


Weitere Informationen über Munderkingen erhalten Sie aus Prospekten die Sie bei der Stadtverwaltung anfordern können.

Munderkinger Kirchen

Pfarrkirche St. Dionysius

Gang zum Altar der Pfarrkirche St. Dionysius
Blick zur Orgel

Auf der höchsten Stelle der Stadt, in der Mitte des von der Donau gebildeten Umlaufberges, steht die Pfarrkirche St. Dionysius.
Sie weist Stilelemente der Gotik, der Renaissance und des Barock auf.

Der Kirchenpatron St. Dionysius verweist auf die fränkische Frühgeschichte der Stadt, war doch der Hl. Dionysius der Schutzheilige der Franken.
Die Kirche wurde schon 1275 erwähnt und war dem Kloster Marchtal inkorporiert. Die heutige Kirche hat eine höchst interessante Baugeschichte.

Im heutigen Dachbereich verborgen sind, auf der Südseite der Kirche, Reste eines romanischen Dachtraufs zu erkennen. Der Romanik ist wohl auch der untere Teil des Kirchturms zuzuordnen.

In den Jahren 1500 - 1510 wurde das heutige Kirchenschiff in spätgotischen Formen erbaut, wobei man offenbar, das romanische Kirchenschiff weitgehend einbezog.

 Im Barock wurde der Chor der Kirche gänzlich neu errichtet (1699 - 1701), zugleich wurde das Kirchenschiff mit barockem Schmuck versehen.
Die barocke Ausstattung der Kirche ist stark vom nahen Kloster Marchtal bestimmt. Von der ursprünglichen Ausstattung haben sich sechs Altäre, die teilweise erneuert und mit älteren Skulpturen und Bildern geschmückt wurden, erhalten.

Charakteristisch ist der Kirchturm, vor allem durch seinen Spätrenaissanceaufsatz: ein Achteck mit Blendnischen und Säulen in drei sich stark verkürzenden Geschossen, über die der Schweifhelm des Spätbarock als Haube gestülpt wurde.

Vierzehn-Nothelfer-Altar

Altar der Pfarrkirche St. Dionysius

Die bedeutendsten Kunstwerke der Kirche stammen jedoch noch aus der Gotik. Der Vierzehn-Nothelfer-Altar ist ein Meisterwerk spätgotischer Schnitzkunst.
Die Kreuzstationen an den Wänden, die sogenannte "Munderkinger Passion", stammen "Munderkinger Passion" vermutlich vom gotischen Hochaltar, der in der Barockzeit entfernt worden ist.

Kreuzstationen

Kreuzstationen, spätgotisch

Die insgesamt zwölf Tafeln dieses Altarwerkes zeigen im realistischen Stil der damaligen schwäbischen Malerei die Passion Jesu Christi, zwei Szenen aus dem Leben des heiligen Bischofs Dionysius und in Fragmenten zwei weitere Heilige.
 Die Tafeln sind inschriftlich auf 1473 datiert und können einem bisher namentlich nicht identifizierten Meister zugeordnet werden, dessen Werkstatt im östlichen Schwaben, in Ulm, Nördlingen oder vielleicht auch in Kempten zu suchen ist.
 Sie sind hervorragende Zeugnisse gotischer Tafelmalerei und wohl der Schule Martin Schongauers zuzuweisen. Der gleichfalls in der Barockzeit entfernte Eligius-Altar der Munderkinger Schmiedezunft steht heute im Ulmer Museum.

Einzelbilder der Kreuzstationen

2 Bilder der Kreuzstationen

Sie sind hervorragende Zeugnisse gotischer Tafelmalerei und wohl der Schule Martin Schongauers zuzuweisen. Der gleichfalls in der Barockzeit entfernte Eligius-Altar der Munderkinger Schmiedezunft steht heute im Ulmer Museum.

Die Marienkapelle dürfte eines der ältesten Gebäude Munderkingens sein. Quaderblöcke an der Westwand weisen bis in die Stauferzeit zurück.

Marienkapelle

Bei einer Renovierung sind an der Nordseite Wandmalereien aus dem Jahr 1340 freigelegt worden.

Wandmalereien

spätgotische Wandmalereien

Frauenbergkirche

Wandert man von den warmen Quellen Algershofens die nördliche Flanke des Donautals hinauf, erreicht man nach ca. drei Kilometern die Frauenbergkirche auf dem Brunnenberg.

Der Flurname erinnert daran, dass dort eine Quelle entspringt, die zur alemannischen Zeit ein wichtiges Quellheiligtum war. 

MIttelgang der Frauenbergkirche
Blick zum Altar
Orgelvorbau mit Schlangenbild

Nach der Christianisierung entstand eine Sage, wonach eine Frau beim Wassertrinken aus der Quelle Schlangenlaich zu sich nahm und einen beachtlichen Umfang erreichte – daher der Ausdruck „Die Rond von Munderkingen“.

Infolge inbrünstiger Gebete konnte die Frau von 62 Schlangen befreit werden. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, schöpfte man den Brunnen aus und fand am Grund eine mehrere Meter lange „alte Schlange“.
Um das Volk vor der Schlange zu schützen, verschloss man den Brunnen mit einer Haube.

Neben der in barockem Stil errichteten Haube, erinnert ein beeindruckendes Schlangenbild in der Kirche an die damaligen Ereignisse.

Nach der Sage soll der Algershofer Bauer Heß beim Pflügen auf dem Frauenberg ein Marienbild gefunden haben. Als er dieses von dem Feld entfernte, kehrte es wieder dorthin zurück. Maria wollte offenbar an dieser einen, besonderen Stelle verehrt werden.

Schlangenbild

Schlangenbild

Wohl noch im Spätmittelalter entstand eine erste Kapelle mit einem Einsiedlerhaus auf dem Frauenberg. Diese Kapelle brannte 1715 ab, wobei aber das Gnadenbild aus der Zeit um 1500 "Ansicht von Norden" gerettet werden konnte.
Bis 1721 war der Wiederaufbau in einfachen barocken Formen vollendet. Die Außenwand des Chores und der Sakristei zeigen im Osten einen drei- bzw. zweigeteilten Volutengiebel.

Der Westturm mit kreuzgewölbter Vorhalle, viereckigem Untergeschoss, achteckigem zweigeschossigem Aufbau und Kuppelhaube, blickt weit hinaus ins Land, denn diese Kirche ist Wallfahrtskirche.

Die Kirche verfügt über eine sehenswerte Innenausstattung. Dazu zählt auch das Rosenkranzbild von 1698 mit einer frühen Ansicht der Stadt Munderkingen.
Wichtigster Teil der Kirche ist aber natürlich das spätmittelalterliche Gnadenbild, das man 1721 in einen hochbarocken Altar einfügte.

Die Kirche ist nach wie vor ein viel aufgesuchtes Gotteshaus. Sie war jahrhundertelang das wichtigste Wallfahrtsziel der Munderkinger.

Gnadenbild

Gnadenbild

Munderkinger Brunnen

Löwenbrunnen

Löwenbrunnen

Munderkingen ist eine wasserreiche Stadt, und dies nicht nur wegen seiner Lage an der Donau.

Schon früh hat sich nämlich die Stadt zum Bau einer eigenen Wasserversorgung entschlossen.
Vom Brunnenberg wurden (wohl seit dem 16. Jahrhundert) über hölzerne Deicheln (Röhren) drei Laufbrunnen in der Stadt versorgt – eine technische Meisterleistung!

 Die vermögende und selbstbewusste Stadt zog zur Gestaltung der Brunnen 1570 - 71 den aus Schwäbisch Gmünd stammenden Künstler Leonhard Baumhauer heran.
Die von Baumhauer geschaffenen Brunnen schmücken bis heute die Stadt.

In der Mitte des Marktplatzes steht der Marktbrunnen. Der Löwe auf der Spitze der Säule (19xx erneuert, das Original heute im Rathaus) ist das Symbol der Herrschaft, die das Geschehen auf dem Markt überwacht. 

Er trägt daher die herrschaftlichen Wappen in seinen Pfoten: das Wappen der Stadt (steigender Löwe) und das Wappen Österreichs (Bindenschild).

Martinsbrunnen

Martinsbrunnen

Der Heilige Martin ziert den zweiten Brunnen der Stadt, den Martinsbrunnen in der Martinsstraße.

Der Name des Brunnens leitete sich von der Martinskapelle ab, die einst neben dem heutigen Café Blank stand. Die Statue auf dem Brunnenpfeiler wurde erst 1891 aufgesetzt und mittlerweile nochmals erneuert.

Dionysiusbrunnen

Dionysiusbrunnen

Vor der Pfarrkirche steht der Dionysiusbrunnen, den heute allerdings ein Marienbild ziert.
Wie der Martinsbrunnen erhielt auch er seinen Namen von der naheliegenden Kirche, nämlich der Pfarrkirche St. Dionysius.

Das Marienbild wurde erst im 19. Jahrhundert dem Brunnen beigefügt - möglicherweise als Ersatz für ein verlorenes Standbild des Dionysius.

1975 wurde der Brunnen restauriert und an leicht versetzter Stelle wieder aufgebaut.

Munderkinger Bauwerke

Rathaus

Rathaus

Von der steinernen Brücke aus führt der Weg zum Marktplatz, wo das Rathaus mit seinem feingegliederten Giebel steht, welches im Jahr 1563 von Baumeister Dionys Ruoff, der damals auch Bürgermeister war, erbaut wurde.

Nach einem Brand blieb der charaktervolle Giebel stehen und bildet nun zusammen mit den Giebeln der Altstadthäuser ein harmonisches Ensemble.

Pranger

Prangerbild am Rathaus

An der Frontseite des Rathauses ist noch der alte Pranger in einer Nische zu sehen, auf deren Hintergrund ein Bild den Vollzug einer Strafe darstellt.

Pfarrhof

Pfarrhof

Der stattliche Pfarrhof, 1706/07 entstanden als Wohnung der die Pfarrei besorgenden Konventualen, diente auch als Sommersitz und Residenz der Äbte des Prämonstratenser-Reichsstifts Marchtal; ein dreigeschossiger hochbarocker Bau mit risalitartig vorspringenden Flügelbauten, deren Giebel dreigeteilt und mit Voluten ausgestattet sind.


Die 1680 erstellte Pfarrscheuer ist von bedeutender Wirkung im Stadtbild.
Das ehemalige Heilig-Geist-Spital, erinnert mit seinem hohen Staffelgiebel an das zur selben Zeit (1563) erbaute Rathaus. Es beherbergt das städtische Museum.

Das ehemalige Heilig-Geist-Spital, erinnert mit seinem hohen Staffelgiebel an das zur selben Zeit (1563) erbaute Rathaus. Es beherbergt das städtische Museum.

Spital

Spital

Der große, in der Donau liegende Fels ist nach der Pferdeschwemme benannt, die einstmals neben ihm lag.

Die Munderkinger jedoch nennen ihn eher noch "Schwimmstein", denn der Stein war jahrzehntelang das Zentrum eines munteren Badebetriebs in der Donau und diente als willkommenes Sprungbrett.

Schwemmstein

Schwemmstein an der Donau

Auffallende Bauwerke sind auch die durch ihr prächtiges Fachwerk beeindruckenden alten Häuser, die zahlreich in der Altstadt zu finden sind.
Darunter nur zum Beispiel der Mochentaler Hof  und das Pfründhaus.

Mochentaler Hof

Mochentaler Hof

Pfründhaus

Pfründhaus
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